Solardusche

Eine komfortable und energiesparende Version der Gartendusche ist seit geraumer Zeit als Solardusche auf dem Markt. Dabei handelt es sich um Duschen, die über einen kleinen Wasservorrat verfügen, der vom Sonnenlicht erwärmt wird. Einfache Modelle bevorraten die Wassermenge in einem in engen Spiralen um einen Ständer gewickelten, schwarzen Kunststoffschlauch. Das Wasser in diesem Schlauch erwärmt sich bei direkter Sonneneinstrahlung sehr schnell und sorgt dafür, dass man auch im Garten warm duschen kann, ohne zusätzliche Energiekosten zu verursachen. Dabei haben die Hersteller auch berücksichtigt, dass die Temperatur des Wasservorrats durchaus höher werden kann, als es zum Duschen als angenehm empfunden wird. Denn bei langer Sonnenbestrahlung kann die Wassertemperatur auf Werte von über 60 Grad Celsius steigen. Dann ist es gut, wenn man kaltes Wasser dazu mischen kann. Hinter dem Kaltwasseranschluss, der zumeist über eine Schnellkupplung und den Gartenschlauch erfolgt, gibt es einen Abzweig zu einer Mischbatterie. Dort kann man also die Wassertemperatur genauso komfortabel regeln, wie man es im Bad gewohnt ist.

Noch höhere Temperaturen im Heißwasservorrat bieten Solarduschen, die über ein oder zwei Röhrenkollektoren verfügen. Hier heizen Hochleistungskollektoren den Wasservorrat auf. Für einen Vorrat von ca. 15 Litern in einem isolierten Warmwassertank der Solardusche genügt ein einzelner Röhrenkollektor, um das Wasser in kurzer Zeit durch die Sonne auf 70 Grad Celsius aufzuheizen. Der doppelte Vorrat, etwa 30 Liter, wird von zwei Röhrenkollektoren beheizt und ermöglicht mehrere Duschgänge oder kann dazu dienen, das Planschbecken der Kinder durch die Zugabe von Heißwasser auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Solche Geräte sind oft mobil, so dass die Kollektoren je nach Sonnenstand immer optimal ausgerichtet werden können. Natürlich verfügen auch sie über eine Mischbatterie für Kalt- und Warmwasser. Selbst an überwiegend bewölkten Tagen bringen Röhrenkollektoren noch so viel Leistung, dass immer Duschwasser von ausreichender Temperatur zur Verfügung steht, und das im isolierten Vorratsbehälters, sogar noch lange nach Sonnenuntergang warm bleibt, wenn das Wasser in dem Spiralschlauch der einfachen Modelle längst wieder abgekühlt ist.

Wofür man eine Solardusche gebrauchen kann



Der Zweck von Solarduschen mag so manch einem nicht klar werden, sodass es wichtig ist, zu informieren, welche Vorteile man beim Kauf einer Solardusche besitzt. Solarduschen sind Duschen, die man praktisch überall hin mitnehmen kann, so beispielsweise mit in den Campingurlaub. Dabei ist vorteilhaft, dass die meisten Solarduschen einen eigenen Tank besitzen, den man mit Wasser befüllen kann, sodass man auch an Orten ohne Wasser noch eine Dusche nehmen kann. Für Campingfreunde ist das ein großer Genuss, denn viele schöne Landschaften sind abgeschottet von der Außenwelt – zumindest hinsichtlich fließenden Wassers.

Doch auch für Campingfreunde, die an einem Ort bleiben wollen, eignet sich eine Solardusche bestens. Sie kann einfach in der freien Natur aufgestellt werden, eventuell muss sie mit einem Gartenschlauch noch an das Wassersystem angeschlossen werden, und schon kann man eine Dusche nehmen. Dabei geht der gesamte Dreck in die Natur und verbleibt damit vor der Tür des Campingwagens. Selbiges Prinzip gilt für die zahlreichen Nutzer von Solarduschen, die diese im heimischen Gebrauch verwenden. Beispielsweise, wenn man einen Pool besitzt, sind Solarduschen nützlich, da man sich nach seinem Aufenthalt im Pool direkt im Garten abduschen kann. Somit bleibt jeglicher Schmutz im Garten und wird nicht in das Haus getragen.

Die Besonderheit an Solarduschen ist selbstverständlich, dass mit der Kraft der Sonne und der über die Solarzellen eingespeisten Energie Warmwasser erzeugt werden kann. Eine mobile Dusche, die dann sogar noch warmes Wasser anbieten kann, ist wohl eine einzigartige Erfindung in der Sanitärindustrie, die wohl schnell ihre Liebhaber finden wird. Und das nicht nur unter Campingfreunden.